Positionen – Von den Prozessen des Sichtbaren

Im vergangenen Jahr riefen wir mit unserer neuen Veranstaltungsreihe „Positionen“ zum Reden und Nachdenken über Dokumentarfilm auf. Den Austausch über die vielseitigen Ansätze des dokumentarischen Arbeitens möchten wir fortführen und laden zur Diskussionsrunde, zu Filmgesprächen, ins Kino und erstmalig auch zu einer Installation. Alle Arbeiten der Reihe verbindet die Frage nach dem Sichtbarmachen. Sei es durch das Hinterfragen der journalistischen Verwertungskette von Protestbildern, welches die aktuelle Krise der medialen Glaubwürdigkeit abbildet, oder durch das konzeptuelle beobachtende Annähern an einen Stadtraum, das von gesellschaftlichen Umbrüchen berichtet. Es geht um das Offenlegen und Bewusstmachen und auch um den Film als Material selbst. Die ästhetischen Konsequenzen des analogen Arbeitens auf die dokumentarische Form betrachten wir in einem Filmprogramm historisch und diskutieren, wie Labore und Initiativen dieses klassische Filmbild künstlerisch und politisch bewahren und zugleich neu schaffen.