Positionen – Was sich berührt

Mit den Positionen wollen wir aktuellen Formen und thematischen Trends nachgehen, historische Verbindungen entdecken, uns beeindruckende Filmemacher*innen würdigen sowie das Gespräch mit dem Publikum und weiteren Gästen suchen. Auch blicken wir auf Berührungspunkte der von uns ausgewählten Arbeiten. In diesem Jahr etwa sind das die Lesung mit Gespräch zum neuen Buch über das Werk Gerhard Friedls und die Installation »Missing Films« von Laura Horelli. Sie arbeitete mit Friedl an zwei Filmen, die nie fertiggestellt wurden. Passend dazu wurde im Nachlass des 2018 verstorbenen Klaus Wildenhahn ein Hörstück geborgen: Auch dieses hätte, wie die Skizzen von Horelli und Friedl, ein Film über Arbeitsbedingungen und gewerkschaftliche Organisation werden können. Der Komplex der Inszenierung im Dokumentarfilm hat sich vielerorts ins Filmprogramm eingeschrieben und findet lautes Echo in den Positionen, wenn sich bei »So Much I Want to Say« die Scharniere zwischen Fakt und Autofiktion lockern, in den »Schwarzen Wellen« dokumentarische Positionen entschlossen mit dem Bedürfnis nach Inszenierung und Narration vermengt werden und bei Eva Könnemann infrage steht, ob es sich um vorgefundene oder erfundene Welten handeln mag. All diese Formen bereichern den Begriff des Dokumentarischen.

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