El Dorado XXI

Salomé Lamas (R), Luis Armando Arteaga (K) P/F 2016, 125 min, OmeU

Seit der Bronzezeit graben Menschen nach Bodenschätzen, doch mancherorts haben sich die Produktionsverhältnisse seither wenig verbessert. Das peruanische La Rinconada, auf 5.000 m Höhe in den Anden gelegen, ist ein solcher Ort. Das Goldfieber hat eine Ansammlung sich aneinander duckender, armseliger Blechhütten entstehen lassen. Frauen zerschlagen am Steilhang mit primitivem Werkzeug Geröll. Unkommentiert wird der Blick einer Überwachungskamera lange stehen gelassen und später mit Erzählungen der Mineros unterlegt. Unaufhörlich zieht der Strom der Lumpenproletarier an der Kamera vorbei. Unkenntliche Figuren schleppen das Ergebnis ihrer Mühsal den Hang entlang.
So wird »Eldorado XXI« zu großem Kino. Mit Neugier und Geduld begegnet die Portugiesin Salomé Lamas dem Berg und seinen Mythen. Tief unten in den Stollen sollen Geister wohnen, und nur der Genuss von Kokablättern lässt die Angst vor Einstürzen in der Grube überwinden. Am Ende des Tunnels wird im Dorf aber auch gefeiert – unser Abschlussfilm.

METROPOLIS

SO 23.04.

21:00 Uhr

HAMBURG PREMIERE