Surire

Bettina Perut/Ivan Osnovikoff (R/K) CHL/D 2015, 80 min

Der Salzsee Surire, 4.300 Meter hoch in den Anden zwischen Chile und Bolivien gelegen. Hierher reicht das Funksignal nur an guten Tagen. Es ist so brüchig wie die Hornhaut unter den Füßen der wenigen Menschen, Nachfahren der indigenen Urbevölkerung, die noch dageblieben sind. Ein altes Paar – er hört schlecht, sie sieht nicht gut. Als die beiden für ein paar Tage verreisen, hütet ein Junge ihre Lamas. Sein Lohn: ein rostiges Rad. Doch er kann gar nicht Radfahren. Eine Neunzigjährige verflucht ihr Alter und verpasst ihrem Hund einen waghalsigen Haarschnitt. In das Flüstern des Windes mischt sich der Lärm der Ökonomie. Auf der anderen Seite des Sees wird Salz abgebaut. Ein Konvoi von Lastwagen wälzt sich an den Flamingos vorbei, endlos und massiv. Ein Film voller atemberaubender Totalen und aberwitziger Close-ups – über die Schönheit und den Schwund einer Landschaft und Kultur.

METROPOLIS

SO 23.04.

13:30 Uhr

GAST: DIRK MANTHEY (P)

DEUTSCHLANDPREMIERE