5 Bemerkungen zum Dokumentarfilm

Klaus Wildenhahn (R), Gisela Tuchtenhagen (R/K)
D 1974, 53 min, dt. OF

Das Fernsehen mit den Mitteln eines Fernsehfilms kritisieren – geht das? Der WDR strahlte Mitte der 70er Jahre die Reihe „Telekritik“ aus, in der das Medium selbst zum Thema wurde. Wildenhahn und Tuchtenhagen nahmen das WDR-Fernsehen unter die Lupe. Der besondere Film spannt den Bogen von Klaus Wildenhahns biografischen Notizen über seine Kindheit im Nachkriegsdeutschland bis hin zu Peter Nestlers Emigration nach Schweden. Das von den Besatzern installierte öffentlich-rechtliche Fernsehsystem war intolerant geworden und kannte kein Pardon. In der zweiten der fünf Bemerkungen geht es um Kameramann Rudolf Körösi und die freie Arbeit an einem Thema ohne Drehbuch. Im dritten Kapitel wird das Vorbild der englischen Dokumentarfilmschule als kollegiale Zusammenarbeit zu einem gesellschaftlichen Labor. Der Film bekommt utopische Züge. Im Epilog wird Wildenhahns Doku »Die Liebe zum Land« zitiert, die wir am 19. Juni zum 87. Geburtstag des Regisseurs im 3001 zeigen.

B-MOVIE

SO 23.04.

18:00 Uhr

GAST: PETER NESTLER