Aus westlichen Richtungen

Juliane Henrich (R/K)
D 2016, 61 min., dt. OF

Vorbei an Häuserfassaden, Autobahnausfahrten und Minigolfanlagen gleitet die Kamera durch Deutschland, genauer gesagt durch Westdeutschland. Denn die Überlegung, dass „Westen“ mehr als eine Himmelsrichtung ist, dient Juliane Henrich als Ausgangspunkt für ihre essayistische Reise durch eine persönliche wie gesellschaftliche Vergangenheit.
Es sind die Spuren, die hinterlassen wurden und sich in die Gegenwart eingeschrieben haben, denen Heinrichs Interesse gilt. Denn die austauschbare Architektur ist ebenso abstoßend wie heimelig. Jägerzäune und Einfamilienhäuser – Traum und Trauma der BRD. Beobachtungen über Stadtentwicklung, Siedlungspolitik und Kindheitserinnerungen erzählen von einem heute scheinbar weit entfernten Land.
So wird der Westen im Film zu einem verlorenen Sehnsuchtsort, in dem „alle noch an das gleiche Fernsehprogramm angeschlossen waren“ und der Kapitalismus zwar nicht besser, aber doch fassbarer wirkte. Eine Suche nach einer gefühlten Sicherheit, die heute für immer vergangen scheint.

Webseite von Juliane Henrich

Die Filme „Schleifen„, „Sämtliche Wunder“ und „Mit dem Wort Wende“ werden ebenfalls von Donnerstag bis Samstag als Installation in unserem Festivalzentrum im Raum „Linksrechts“ im Gängeviertel gezeigt.

METROPOLIS

MI 19.04.

20 Uhr

GAST: Juliane Henrich

HAMBURGPREMIERE

FESTIVALERÖFFNUNG

VORFILM: WARUM IST KRIEG VON PETER NESTLER, 18 min. 

ALS INSTALLATION RAUM LINKSRECHTS, GÄNGEVIERTEL
DO 20.04.: ab 16 Uhr, FR 21.4. ab 14 Uhr, SA 22.4. ab 13 Uhr