Cahier Africain

Heidi Specogna (R), Johann Feindt (K)
D/CH 2016, 119 min, franz./dt. OmU

Ausgangspunkt dieser Langzeitstudie ist ein abgegriffenes Schulheft, das der Filmemacherin 2008 bei einer Recherchereise in die Hände fällt. Es ist gefüllt mit Fotografien und Zeugenaussagen von 300 Frauen, die 2002 beim Überfall kongolesischer Truppen auf die Zentralafrikanische Republik Opfer von Gewaltverbrechen wurden. Heidi Specogna begleitet von nun an die alleinerziehende Amzine und das Mädchen Arlette auf Ihrem Weg zurück in eine fragile Normalität. Doch plötzlich beginnt ein neuer Strudel aus Tod und Gewalt: Muslimische und christliche Rebellen ziehen mordend und plündernd durchs Land, Menschen suchen Schutz am lokalen Flughafen, fast hilflos patrouillieren französische Schutztruppen in den Straßen, während die Menschen Matratzen und anderes Hab und Gut auf völlig überladenen Lastwagen festzurren. Mit großer Nähe folgt die Kamera den Protagonist*innen durch die Kriegswirren und dokumentiert den unglaublichen Überlebenswillen dieser Menschen in einer ausweglos erscheinenden Situation.

Webseite von Heidi Specogna

METROPOLIS

Do 20.04.

21 Uhr

GAST: JOHANN FEINDT (K)

HAMBURGPREMIERE