Das Ende vom Lied

Julia Küllmer (R/K)
D 2016, 45 min, dt. OF

Als Julia Küllmer beginnt, ihren Großvater zu filmen, ist er Ende 80 und lebt allein in einem Einfamilienhaus. Mit Training, Treppenlift und ein wenig Hilfe kann er sein selbstbestimmtes Leben aufrechterhalten. Er musiziert auf der Heimorgel, pflegt die Beete und tritt gegen seinen Schachautomaten an. Sein resoluter Charme lässt ihn unerschütterlich erscheinen. Aber Ludwig Dreyer ist auch Realist. Seinen Platz im Altenheim hat er schon vor Jahren reserviert. Als nach einem Krankenhausaufenthalt die Kräfte schwinden, steht die Frage dann unweigerlich im Raum: Pflegeheim oder nicht?
Ohne zu Jammern fügt sich der langsam Vergreisende in sein Schicksal: „Es wird ja nicht besser.“ Julia Küllmer hat die letzten fünf Jahre des Lebens ihres Großvaters dokumentiert. Mit genauer Beobachtung und Szenenauswahl zeichnet sie ein zwischen Leichtigkeit und Schwere changierendes Porträt eines Menschen, der um seine Unabhängigkeit kämpft und niemandem zur Last fallen will.

LICHTMESS

SA 22.04.

18 Uhr

GAST: JULIA KÜLLMER

EUOPAPREMIERE

DOUBLE-FEATURE MIT „ALTER KNACKER