Frau Wildenhahn

Beate Middeke (R), Justyna Feicht (K), D 2017, 78 min, dt. OF

 

„Sehr stark, Mizuki heißt“, erzählt Frau Wildenhahn über die Bedeutung ihres Vornamens. Von Japan gelangt Mizuki in den 50er-Jahren als junge Frau über London nach Hamburg. Sie heiratet den Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn und bringt zwei Kinder zur Welt. Nach zehn Jahren von Klaus verlassen, baut sie auf St. Pauli einen kleinen Laden mit japanischen Preziosen auf. Die heute 92-Jährige möchte über ihre Waren auch ein Bild von ihrer Heimat vermitteln und hat sich eine rührende Begeisterungsfähigkeit für das Schöne in diesen Dingen bewahrt.
Der Film nimmt sich viel Zeit für seine Annäherung an Mizuki Wildenhahn, die uns schließlich Einblick gewährt in ihre Welt, ihre Gedanken und Gefühle. Dieser so feinen Person (ihr zweiter Vorname könnte Bescheidenheit lauten) zu folgen, belohnt uns mit Blicken in Ecken und Winkel, für die die Geschichtsschreibung über große Männer des Kinos und ihre Filme zumeist keine Zeit und Muße hat.

LICHTMESS

FR 13.04.

18:30 Uhr

GÄSTE: BEATE MIDDEKE, MIZUKI WILDENHAHN

HAMBURG-PREMIERE