Good Luck

Ben Russell (R/K), Chris Fawcett (K), F/D 2017, 143 min, serb./saramaccaans OmeU

 

Ein einfaches Symbol steht am Anfang von Ben Russells »Good Luck«: Ein Kreis, der durch einen horizontalen Strich in zwei Hälften geteilt ist. Eine erste Andeutung der dichotomischen Struktur des Films, der erst in eine staatliche Kupfermine in Serbien führt und danach zu einer illegalen Goldmine in Surinam. An beiden Schauplätzen beobachtet Russell den Alltag der Minenarbeiter, die ihre harte körperliche Arbeit ebenso verbindet wie die Mechanismen des globalen Handels, die die Bedingungen diktieren.
Der Film untersucht nicht nur die Bildung von Gemeinschaft unter harschen Gegebenheiten, er gibt auch mit einer Reihe Porträts den Bergleuten, die sonst oft im Verborgenen bleiben, ein Gesicht. Dokumentarische Repräsentation und eine Arbeitsweise, die Russell spekulative oder psychedelische Ethnografie nennt, greifen virtuos ineinander. Der Verzicht auf ein durchgehendes Narrativ legt den Fokus auf die körperlichen und halluzinatorischen Repräsentationsformen des Films, die das Publikum zum Schürfen nach Bedeutung unter den Bildschichten einladen.

METROPOLIS

FR 13.04.

21:00 Uhr

HAMBURG-PREMIERE