Die Filmdiaries von Jonas Mekas 

„We believe that cinema is indivisibly a personal expression. We therefore reject the interference of producers, distributors and investors until our work is ready to be projected on the screen.“ Vor diesem Hintergrund leistete Jonas Mekas‘ langjährige filmische Tagebuchpraxis einen entscheidenden Beitrag zur Grundlagenforschung für eine neue Sprache des Kinos. Mekas schenkt seine Aufmerksamkeit in erster Linie den Erscheinungen des prosaischen Alltags. Die 16mm-Bolex-Kamera agiert aus Mekas‘ Hand und seinen Hüften, sie reagiert spontan auf das, was einfällt, zerlegt die Zeit des Lebens und holt erlesene Augenblicke in die Welt des Films hinein. Geschnitten, geordnet und montiert verbinden sich die visuellen und akustischen Aufzeichnungen in der Projektion, erinnern sich selbst und veranlassen uns dazu, über das Verhältnis von Film und Lebensprozessen nachzudenken.

Eva Kuhn arbeitet seit 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Gegenwartskunst an der Leuphana Universität Lüneburg. 2013 promovierte sie an der Universität Basel mit der Arbeit „leben – filmen. Jonas Mekas’ filmisches Lebenswerk“.

POSITIONEN

ESTIVALZENTRUM 
fux eG

SO 07.04.

17:00 Uhr

VORTRAG VON EVA KUHN