METROPOLIS

DO 21.04.

21:00 UHR

GAST: SERPIL TURHAN

Q&A: DEUTSCH

Köy

Serpil Turhan, D 2021, 90 min, dt./türk./kurd. OmdU

Neno, Saniye und Hêvîn – drei Kurdinnen in Berlin. Im Mittelpunkt der Gespräche: das Dorf – ›Köy‹. Neno, Serpil Turhans Großmutter, zog 1972 vom Dorf nach Istanbul, folgte später ihrem Mann nach Deutschland. Sie erinnert sich vor allem an ihr Leid, aber das Dorf ist der Ort, an den sie zurückkehren möchte. Widersprüche empfindet auch Saniye: Da sie nie bewusst im Dorf gelebt hat, möchte sie wissen, wie es dort ist, im Winter, wenn Schnee fällt. Dass die politischen Verhältnisse in der Türkei und die Situation in Kurdistan ein Leben dort schwierig machen, sieht sie als Herausforderung an. Hêvîn, in Berlin politisch aktiv, möchte sich keine Gedanken machen, ob sie „nach Hause“ fliegen kann. Als ihre Eltern geboren wurden, führte die türkische Regierung bereits Krieg gegen Kurdistan, der bis heute andauert. Aus der Distanz umkreisen die drei Frauen gemeinsam mit der Filmemacherin das Dorf, in dem die Linien kurdischer, türkischer und deutscher Identitäten zusammenfließen, wo die Geschichte der Vergangenheit und die Gegenwart zwangsläufig eine Haltung hervorbringt. (jk)

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