Lass den Sommer nie wieder kommen

Alexandre Koberidze (R/K), D 2017, 202 min, georgische OmeU

 

Dieser Film ist ein Solitär und eine der herausforderndsten und gleichzeitig beglückendsten Kinoarbeiten der jüngeren Filmgeschichte. Die zumeist fest kadrierte Handykamera liefert uns impressionistische Bildwelten voll scheinbarer Nebensächlichkeiten; Gesten, Blicke und Bewegungen, verbunden in einer Montage, die nur dem Kino eigen ist. Über den Plot kommt man dem Film nur wenig nahe: „Ein junger Mann kommt in die Stadt, um bei einem Ensemble vorzutanzen. Er nimmt an illegalen Boxkämpfen teil, um Geld zu verdienen. Der Mann, den er liebt, zieht in den Krieg. Der junge Mann kehrt zurück ins Dorf.“ Am Ende dann der Satz, der viel eher einen Zugang liefern könnte: „Der Film interessiert sich für diese Geschichte, aber nicht weniger (wenn nicht mehr) für die Dinge, die drumherum passieren.“ Und diese Dinge sind so reichhaltig und voller Empathie, dass man sich gerne in den mikroskopischen Beobachtungen des Alltagslebens von Tiflis verliert. Und um mit dem (Film-)Anfang zu enden: Love has no end – a story always has. You will see now: A lovestory.

B-MOVIE

SA 14.04.

21:00 Uhr

GAST: ALEXANDRE KOBERIDZE (angefragt) 

HAMBURG-PREMIERE