Playing Men

Matjaž Ivanišin (R), Gregor Božič (K), SVN/HRV 2017, 60 min, it./dt./kroat./slov. OmeU

 

Sie wälzen sich mit öligen Körpern auf einer Wiese und versuchen sich gegenseitig auf den Boden zu drücken. Sie rufen sich Zahlen zu und begleiten das mathematische Happening mit brunftartigen Schreien. Sie lassen Käselaibe wie Räder durch enge Gassen rollen und schwärmen von der Schönheit der Kollision. Männer im mediterranen Raum, die spielen – mit vollem Einsatz und ganz im Ernst. In ihren archaischen Wettbewerben machen sie Pause von der Gegenwart und feiern sich und ihre Männlichkeit. Das ist harter maskuliner Stoff. Mitten im Film stürzt der Regisseur in eine kreative Krise. Er weiß nicht mehr weiter. Er könnte noch viele Varianten dieses ewig gleichen Kräftemessens und Grunzens abbilden – doch wofür? Kurzerhand wechselt er die filmische Methode, von der eigenen dokumentarischen Beobachtung zum historischen Heldenepos. Vorhang auf für Goran Ivanišević, Wimbledonsieger von 2001, den größten Spieler, den Kroatien jemals hervorgebracht hat.

METROPOLIS

SO 15.04.

21:30 Uhr

DEUTSCHLAND-PREMIERE