Poesie, Fakten und Fiktion – Umarbeitungen des Gegebenen 

Panel mit Diskussion

Trinhs Filme begründen, ebenso wie ihre Schriften, ihre Rolle als Vordenkerin postkolonialer, feministischer Perspektiven. Wahrnehmung, Aneignung und Zuschreibung des/der »Anderen« ist ein zentrales Sujet ihrer Arbeit. Auch die Disziplinen, in denen die weiteren Teilnehmerinnen des Panels verortet sind, haben jeweils eine lange Geschichte der Auseinandersetzungen, Kämpfe und Umarbeitungen hinter sich. Der Dokumentarfilm, von dem Trinh einst provokant behauptet hat, dass es ihn nicht gäbe, nimmt im Idealfall diese Herausforderung immer wieder von Neuem an. Die Dekonstruktion des Gegebenen ist und bleibt Handarbeit, ebenso wie das Offenlegen von (Macht-)beziehungen, die Verstörung vermeintlicher Gewissheiten, die Schaffung von Zugängen und die Aufarbeitung des Gewesenen. Das verbindet die Diskutantinnen nicht nur untereinander, sondern auch mit dem Anliegen dieses Festivals. Mit: Trinh T. Minh-ha, Dorle Dracklé (Kulturwissenschaftlerin, Ethnografin), Suy Lan Hopmann (Kuratorin für Outreach), Julia Bee (Juniorprofessorin für Bildtheorie)

FESTIVALZENTRUM

SA 18.04.

14:00 Uhr