Shayne

Stephan Geene (R), Volker Sattel (K), D 2019, 120 min, OmeU

In Kairo geboren, in Beirut aufgewachsen, sehr früher Starruhm in Rom und der Bundesrepublik: Ricky Shaynes größter Hit war 1971 „Mamy Blue“, eine Beatschnulze um vergebliche Rückkehr und Einsamkeit. Heute ist der „wurzellose Weltbürger“ beinahe vergessen. Das könnte sich mit diesem Film wieder ändern. Der Künstler, Kurator, Theoretiker und Filmemacher Stephan Geene, Jahrgang 1961, spürt in seinem dritten Film seinem Kindheitsidol aus der Hitparade nach. »Shayne« kreist um Versprechen, große Gefühle und was von ihnen bleibt und schafft ein serielles TV-Anti-Porträt, gerahmt von Proben für eine Gala, dem Versuch, einer abgebrochenen Karriere einen letzten Moment zu geben. Eine Architektin denkt im Filmset laut über die Möglichkeit nach, eine Gala als Ruine anzulegen, um der Figur Ricky Shayne gerecht zu werden. Früher immer mit offenem Hemd, gibt sich auch der heutige Ricky Shayne wenig zugeknöpft.

METROPOLIS

SA 06.04.

22:00 Uhr

GAST: STEPHAN GEENE