Sichtbar machen.
Politiken des Dokumentarfilms

 

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW den Band „Sichtbar machen. Politiken des Dokumentarfilms“. Vor dem Hintergrund einer offenbar unentrinnbar mit Machtmechanismen und Erkenntnisansprüchen verknüpften Sichtbarkeit wirft er grundlegende Fragen auf, die mediale Aspekte wie Bild, Stimme und Sprache ebenso betreffen wie die strategischen Dispositive des Bezugs zur Realität sowie der stets instabilen, dafür um so dynamischeren Wahrheitsproduktion im Dokumentarfilm. Herausgeber*innen Lena Stölzl und Vrääth Öhner stellen das Buch vor und diskutieren im Gespräch mit Werner Ružička bildpolitische Strategien und epistemologische Umbrüche am Beispiel von »Listen to Britain« (H. Jennings, GB 1941) und »California Company Town« (L.A. Schmitt, USA 2008).

Lena Stölzl ist Filmtheoretikern in Wien und hat sich kürzlich mit einer Dissertation zum Thema „Filmische Verortungen von Geschichte. Bewegungen des Sichtbarmachens historischer Schauplätze“ promoviert.

Vrääth Öhner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft. Er forscht zu Theorie, Ästhetik und Geschichte von Film und Fernsehen, Medien- und Populärkultur.

Werner Ružička leitet seit 1985 die Duisburger Filmwoche. Tätigkeiten als Juror für diverse Filmfestivals; Lehraufträge für Dokumentarfilm in München, Karlsruhe, China, Indien und Israel.

FESTIVALZENTRUM FRAPPANT

DO 12.04.

17:00 Uhr

GAST: WERNER RUŽIČKA