SPK Komplex

Gerd Kroske (R), Susanne Schüle (K), Anne Misselwitz (K), D 2018, 111 min, dt./ital. OmeU

 

„Aus der Krankheit eine Waffe machen“: 1970 gründete Wolfgang Huber, ein junger Assistenzarzt des Universitätsklinikums Heidelberg, das „Sozialistische Patientenkollektiv“ (SPK), ein Aktionsbündnis gegen die „Verwahr-Psychiatrie“ – gegen Elektroschocks, Sedierungen und Fixierungen. Die Kritik an der Therapie verband das SPK mit einer politischen Agenda und wandte sich gegen eine Gesellschaft, die in ihren Augen krank machte und radikal gesunden müsse. Bis Mitte der 70er-Jahre wuchs die Gruppierung auf zeitweise 500 Aktivist*innen an, von denen Einzelne sich der RAF anschlossen. In einem Narrativ aus Interviews, Archivbildern, Gerichtsprotokollen und Briefen erzählt Gerd Kroske die Geschichte einer komplexen Bewegung und rekonstruiert präzise das gesellschaftliche Klima im deutschen Vorherbst.

METROPOLIS

SA 14.04.

18:30 Uhr

GAST: GERD KROSKE

HAMBURG-PREMIERE