The Fourth Dimension 

Trinh T. Minh-ha, USA/JPN 2001, 97 min, engl. OF

Für diesen Film arbeitet Trinh erstmalig mit digitaler Kamera. Das Ergebnis ist, wie sie selbst sagt: „Ein Bild von Japan, vermittelt durch die Vision einer digitalen Maschine, die die Zeit dehnen und modellieren kann.“ Sie kompiliert Szenen aus dem öffentlichen Leben, in Städten, an religiösen Orten, profanes Alltagsgeschehen und traditionelle Tänze und Rituale. Dazu denkt die Filmemacherin aus dem Off über Wahrnehmungsapparate, die Rolle der Technologie und sich wandelnde Beziehungen nach: zu und zwischen Bildern und ihren Bedeutungen, zwischen Zeit und Erinnerung und darüber, wie die Produzent*innen der Bilder zugleich individuell und kollektiv ein Archiv dieser Beziehungen erstellen. Nicht zuletzt hat sich der kunsthistorische Diskurs des Westens schon immer besonders für das »Andere« in der Perspektive der fernöstlichen Bildgebungstechniken interessiert – gewissermaßen führt Trinh auch diese Auseinandersetzung mit den Mitteln des Digitalen fort.

METROPOLIS

SO 19.04.

13:00 Uhr