METROPOLIS

MI 15.09.

10:00 UHR

GÄSTE: W. WINTER, ANDERS EDSTRÖM (NUR BEI DER VORSTELLUNG IM METROPOLIS)

Q&A: ENGLISCH

 

2. SCREENING

B-MOVIE

FR 17.09.

13:00 UHR

OHNE GÄSTE

The Works and Days (of Tayoko Shiojiri in the Shiotani Basin)

C. W. Winter, Anders Edström, USA/S/J/GB 2020, 480 min, OmeU 

›The Works and Days‹ von Anders Edström und C. W. Winter ist ein 480-Minuten Film, der in 27 Wochen, in einem Zeitraum von 14 Monaten, in einem kleinen Bergdorf in der Kyoto-Präfektur in Japan gedreht wurde. Allein die Zahlen und Daten vermögen keine Auskunft darüber zu geben, um was für eine Art singuläres kinematografisches Angebot es sich dabei handelt. Der Titel des Films bezieht sich auf Hesiods episches Lehrgedicht »Werke und Tage«, geschrieben circa 700 vor unserer Zeitrechnung: „Die erste Regel in der Landwirtschaft ist, dass man nie auf einen einfachen Weg hoffen soll. Das Land verlangt deine Anstrengung.“
So beschreibt der Film die Jahreszeiten in der Landwirtschaft, Saat, Pflege und Ernte im Kreislauf menschlichen Daseins und etabliert einen komplexen Raum des Austauschs: von Einheimischen und Gästen, Dokument und Fiktion, Fotografie und Kino, Bild und Nicht-Bild, Ton und Musik. ›The Works and Days‹ ist ein Film, in dem das fortwährend neue Sehen, Erfahren, Beschreiben und Verstehen von Landschaft und das stetige Vergehen von Zeit verhandelt wird. (bs)

„In gewisser Weise ist der Film auch ein Liebesbrief an Kinos. An die Zeit, die man in ihnen verbringt, an die Erinnerungen, die man in ihnen aufbaut. Von kollektiven Erfahrungen, die man gemacht hat, und Gemeinschaften, die man bildet. Von der Erkenntnis, dass es in der Filmwelt viel bessere Stühle und viel bessere Protagonisten gibt als zum Beispiel in der Kunstwelt. Und der Wunsch, all diese Faktoren zu nutzen, um ein erweitertes Erlebnis zu schaffen. Einen Film, in dem man einen Tag lang irgendwie leben kann.“ (C. W. Winter)

Wir zeigen den Film mit zwei fünfzehnminütigen und einer fünfundvierzigminütigen Pause. Vor Beginn beider Vorstellungen bieten wir in Zusammenarbeit mit den Restaurants »Hokkai« und »Ume No Hana« an, japanisches Essen für die große Pause vorzubestellen.