Was und wann ist Gegenöffentlichkeit? – Fragen und Antworten zu emanzipativer Medienarbeit im Kontext des G20 in Hamburg

 

Ein Großereignis wie der Hamburger G20-Gipfel geht einher mit einer Bilderflut aus verschiedensten Quellen. Abbildungen vermeintlich jeder Situation, die sich während des Gipfels ereignete, werden verbreitet oder gespeichert – sei es zur Informationssicherung, Empörung oder Aufarbeitung. Terabyte an Filmen und Fotos lagern im Internet, genutzt auch zu Ermittlungszwecken von den Behörden.
Der G20-Gipfel war ein totales Medienevent. Die Frage, was emanzipative Bildproduktion überhaupt sein kann, gewinnt in einer solchen Lage erhebliche Relevanz. Angesichts der totalen Aufnahme kann der Fokus einer auf Gegenöffentlichkeit zielenden Medienarbeit nicht allein auf der eigenen Materialproduktion liegen – andere Strategien sind notwendig. Inwieweit ist „Gegenöffentlichkeit“ nicht nur eine Frage der Machtverhältnisse, der Kontrolle über die Medialisierung des Spektakels im Moment der Ereignisse selbst, sondern vielmehr auch des andauernden Diskurses über ihre Perspektivierung und Narrativierung – also eines langfristigen Prozesses einer Umarbeitung der hegemonialen Darstellungen hin zu vielschichtigen und kritischen Perspektiven?

Diskussionsveranstaltung mit Vertreter*innen des FC/MC, Filmemachern und Gästen.

 

Installation
In unserem Festivalzentrum in der Frappant-Galerie zeigen wir eine Auswahl verschiedenster Produktionen, die das internationale Medienzentrum FC/MC im Rahmen des G20-Gipfels hergestellt hat, als dauerhafte Installation.

FESTIVALZENTRUM FRAPPANT

FR 13.04.

18:00 Uhr