Was uns bindet

Ivette Löcker (R), Frank Amann (K), AUT 2017, 102 min, dt. OmeU

 

Ein marodes Haus der Familie, das in den Besitz der Filmemacherin und ihrer beiden Schwestern übergeht, führt sie aus Berlin zurück in die alte Heimat im Salzburger Land. Dorthin, wo auch ihre Eltern leben – immer noch unter einem Dach, obwohl sie schon seit fast 20 Jahren getrennt sind. Der Vater ist einfach in die karge Einliegerwohnung im Erdgeschoss gezogen.
Mithilfe ihrer Kamera beginnt Ivette Löcker mit schonungslosem und oft tragikomischem Blick den Versuch einer persönlichen Aufarbeitung des schwierigen Konstrukts Familie und der verkorksten Beziehung ihrer Eltern. Dabei erzählt sie von verloren gegangenen Sehnsüchten, von Vereinsamung und Verbitterung, vom Ausharren in unaushaltbar scheinenden Situationen und dem Unverständnis zwischen den Generationen.
Das alte Haus, hinter dessen Holzverkleidung der Schimmel wuchert, wird dabei zum Sinnbild der Beziehungen und der Frage nach der Notwendigkeit von Loslassen und Neuanfang. Abriss oder Restaurierung? „Halbherzigkeit, das ist nix“, wirft der beauftragte Baumeister in den Raum.

LICHTMESS

DO 12.04.

18:30 Uhr

HAMBURG-PREMIERE