B-MOVIE

SA 18.09.

16:00 Uhr

GAST: LEO ROTTMANN

Q&A: DEUTSCH

Wenn ihr uns das später erst erklären wollt, dann wissen wir das schon 

Leo Rottmann, D/B 2020, 23 min, OmeU

„Wie fängt die ganze Geschichte noch mal an?“ – wird als Frage in den Raum gestellt, nachdem bereits unzählige Male zu einer möglichen Erzählung angesetzt wurde. Im Wechsel zu sehen sind Variationen von Gruppenkonstellationen, wie durch eine Pendelbewegung angetrieben: junge Mädchen, junge Frauen, junge Mädchen, junge Frauen … Bestenfalls als Randfiguren tauchen auf: Jungs und Männer. Über die Bezeichnungen ließe sich hier streiten, ebenso über die genauen Grenzverläufe zwischen dem Vorgefundenen und dem Erfundenen, dem Dokumentarischen und dem Inszenierten. Denn so sehr dieser Film auch direkt aus dem Leben gegriffen wurde, so wird doch deutlich, dass er der Wirklichkeit gedanklich um eine Utopie voraus ist: Nichts Geringeres als das Patriarchat scheint hier überwunden, ebenso wie die Kamera emanzipiert von hierarchisch organisierter Filmproduktion. „I feel like shit“ ist auf dem T-Shirt einer Protagonistin zu lesen und erinnert daran, dass der Film einer Gegenwart entspringt, in der es gilt, die von ihm eröffneten Möglichkeiten noch zu verwirklichen. (vk)

B-MOVIE

SA 18.09.

16:00 Uhr

GAST: NANNA WIBHOLM

Q&A: ENGLISCH

ANDERS 

Nanna Wibholm, D/DK 2020, 35 min, OmeU

„Du kannst nicht erfassen, wer du bist“, sagt der Protagonist Anders bei einem der Treffen mit der Filmemacherin Nanna Wibholm. Wenn das so ist, wie viel kann man von einer anderen Person kennenlernen oder wissen? Wie kann man sich ihr nähern und von ihr erzählen? In ihrem dokumentarischen Essay versucht Wibholm diesen Fragen in einem Wechselspiel von Annäherung und Unnahbarkeit auf den Grund zu gehen. Oft besucht sie Anders. Sie reden über das, was ihn zu beschäftigen scheint, und ihre Gespräche kreisen dabei auch immer wieder um seine psychische Erkrankung und wie sie sein Leben gezeichnet hat. Wibholm überträgt ihre Suche nach Anders’ Persönlichkeit hierbei auf die Kamera, die jedoch wie ihr Unterfangen immer im Ungefähren bleibt und kein klares Bild abgeben kann. (sp)